Unser Ziel ist es, eine möglichst kurze Explorationstour zu finden, d.h. die Anzahl der Schritte des Roboters soll möglichst klein sein. Als Gütemaß einer Strategie betrachten wir den kompetitiven Faktor c; das Verhältnis der Länge des online berechneten Tour zur Länge des optimalen Tour.
Theorem 1: Die kompetitive Komplexität der Erkundung einer unbekannten Umgebung mit Hindernissen ist 2.
Der Roboter kann diese durch eine einfache Tiefensuche (DFS) auf dem Zellgraphen erreichen. Der Zellgraph ist ein Graph, der für jede Zelle der Umgebung einen Knoten und Kanten zwischen adjazenten Zellen enthät. DFS benötigt 2(C-1) Schritte, wobei C die Anzahl der Zellen ist: für jede Zelle bis auf die Startzelle brauchen wir einen Schritt um die Zelle zum ersten Mal zu betreten und einen Schritt, um die Zelle zum letzten Mal zu verlassen. Die optimale Strategie braucht dagegen (mindestens) C Schritte, um jede Zelle einmal zu besuchen. Beispiel:
Abb. 1: Zu erkundendes Polygon.
Abb. 2: Zellgraph des Polygones.
Abb. 3: DFS Erkundung mit 2(C-1)=30 Schritten.
Abb. 4: Optimale Erkundung.
Theorem 2: 2 ist auch untere Schranke die Erkundung gitterförmiger Umgebungen
Zum Beweis, beobachten wir zunächst das Verhalten des Roboters in einem Korridor. :
Der Roboter erkundet jeweils einen Teil des Korridors und kehrt periodisch zu seinem Startpunkt zurück :
Im 2. Fall kehrt der Roboter nicht regelmäßig zum Startpunkt zurück, sondern konzentriert sich mehr oder weniger auf ein Ende des Korridors :
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